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Skulpturen der Göttin Concordia und der Priesterin Eumachia im Archäologischen Museum von Neapel
Concordia, Bauwerk der Eumachia, Pompeji
Skulptur – Marmor (Höhe 216 cm) Erste Hälfte des 1. JahrhundertsAls Tochter von Jupiter und Themis (Göttin der Gerechtigkeit) ist Concordia die Göttin des Friedens und der Harmonie, des guten Einvernehmens in den Familien und in der menschlichen Gesellschaft.

Concordia Sie hält hier ein Füllhorn in der Hand, ein Symbol für Wohlstand.
Diese Skulptur wurde im Gebäude der Eumachia, einer Priesterin aus Pompeji, entdeckt.
Eumachia hatte zu Ehren der Concordia und der Frömmigkeit des Augustus einen Portikus errichten lassen.
Concordia erhielt den Beinamen Augustia, als die Gattin des Kaisers Augustus einen neuen Concordia-Tempel in Rom errichten ließ, um den Frieden und die Harmonie innerhalb der kaiserlichen Familie sowie das Bündnis zwischen zwei Städten zu symbolisieren.
Eine Seite mit der Aufschrift „Concordia“ war auf den römischen Münzen abgebildet, mit einem Händedruck auf der Rückseite.
Die Göttin Concordia erinnerte somit daran, dass Gerechtigkeit und Eintracht unter den Bürgern des Reiches ihnen Frieden und Wohlstand sicherten.
Die Priesterin Eumachia, Eumachia-Gebäude, Pompeji
Skulptur – Marmor (Höhe 194 cm) Erste Hälfte des 1. JahrhundertsDas Eumachia-Gebäude befindet sich auf der Ostseite des Forums, an der Kreuzung mit der Via dell'Abbondanza.

Die Priesterin Eumachia Eumachia heiratete einen Nachkommen der aus Lucania stammenden Adelsfamilie der Numistrii und wurde nach dem Tod ihres Mannes zur Erbin eines bedeutenden Handelsunternehmens, das sich auf die Wollindustrie konzentrierte.
Als Mitglied einer adeligen und wohlhabenden Familie konnte sie die Hohepriesterin des bedeutendsten Kultes im römischen Pompeji werden, nämlich des Venus-Kultes.
Dank ihres Reichtums begann sie mit dem Bau eines imposanten, fünfzig Meter langen Tempels, der als Eumachia-Bau bekannt ist.
Sie weihte diesen Tempel der Concordia von Augustus und der Frömmigkeit, in ihrem eigenen Namen sowie im Namen ihres Sohnes Marcus Numistrius Fronto.
Auf der Statue der Eumachia befindet sich eine Inschrift, die darauf hinweist, dass sie ihr zu Ehren von den Togenwäschern in Pompeji, den Fullones, als Anerkennung für ihre Rolle als Priesterin der Venus errichtet wurde.
Die Statue zeigt Eumachia mit dem Kopf von ihrem Mantel bedeckt, was für Priesterinnen üblich war.
Das Haar der Statue war rot gefärbt. Ihr Gesicht ist schön und gelassen.
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