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Masaccio (1401–1428) „Die Kreuzigung“ im Museum Capodimonte in Neapel, Italien


Masaccio „Die Kreuzigung, die Jungfrau Maria mit dem heiligen Johannes und Maria Magdalena“

Gemälde – Öl auf Leinwand (83 x 63,5 cm) 1426

Dieses Gemälde von Masaccio war Teil eines Flügelaltars, der sich in einer Kapelle der Kirche del Carmine in Pisa befand.

Christus ist gekreuzigt und seine Haut wirkt vor dem goldenen Hintergrund des Gemäldes noch grauer.

Der Kopf Christi ist zwischen seine Schultern gesenkt, denn Masaccio wollte hier einen Perspektiveffekt erzeugen, als stünden wir am Fuße des Kreuzes.

Masaccio, Kreuzigung, Museum Capodimonte in Neapel, Italien
Masaccio, Kreuzigung
Der ganze Schmerz der Jungfrau, die vollständig von ihrem langen blauen Mantel verhüllt ist, drückt sich in ihren gefalteten und verkrampften Händen aus.

Zu Füßen Christi sind der Schmerz und die Niedergeschlagenheit des heiligen Johannes ebenso ergreifend: Er klagt, kniet, den Rücken gekrümmt und den Kopf vor dem Kreuz gesenkt, die Arme zum Himmel ausgestreckt.

Die Positionierung und Haltung des heiligen Johannes durch Masaccio sind besonders präzise und durchdacht.

Die leuchtend rote Farbe seines Mantels zieht den Blick auf sich und hebt sich deutlich von der Kleidung der beiden Frauen ab.

Die Beine Christi dienen als Leitlinien: Sie vermitteln den Eindruck, dass seine Füße mit dem leuchtenden Heiligenschein des vor ihm knienden Heiligen Johannes verbunden sind, um ihre große Nähe zueinander zu verdeutlichen.

Die zentrale Position des Heiligen Johannes, der Winkel seiner Arme und seine ausgestreckten Hände sind ebenfalls von großer Bedeutung für die Komposition des Gemäldes.

Seine Arme und Hände verbinden ihn mit den beiden trauernden Frauen, während die Füße Christi, ebenso wie das Kreuz, auf seinen gesenkten Kopf ausgerichtet sind – als Zeichen des Respekts und des Gehorsams gegenüber dem Wort, das im Johannesevangelium zitiert wird:

„Als Jesus nun seine Mutter sah und neben ihr den Jünger, den er besonders liebte, sagte er zu seiner Mutter: ‚Frau, siehe, dein Sohn!‘; dann sagte er zu dem Jünger: ‚Siehe, deine Mutter‘, und von dieser Stunde an nahm der Jünger sie zu sich.“

Sie sind alle miteinander verbunden und ihre Heiligenscheine bilden ein zweites Kreuz.

Auch die Blickrichtung spielt eine wichtige Rolle.

Die Jungfrau blickt auf ihren Sohn, der den heiligen Johannes ansieht, ebenso wie Maria Magdalena verzweifelt die Hände ringt, während sie ihrerseits den heiligen Johannes vor sich ansieht.

Diese äußerst kraftvolle Komposition, die sich perfekt in den Spitzbogen einfügt, der die Figuren umgibt, verstärkt die Intensität des Dramas, das sich vor unseren Augen abspielt, und die Emotionen, die davon ausgehen.

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