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Die Architektur- und Landschaftsfresken von Boscoreale im Archäologischen Museum von Neapel in Italien
Eine idyllische und heilige Landschaft: Boscoreale, Villa di Agrippa

Idyllische, heilige Landschaft Fresko – Wasserpigmente auf Putz (195 × 123 cm) 11 v. Chr.
Dieses Fresko stellt eine idyllische und heilige Landschaft dar.
Es wurde in der Stadt Boscoreale entdeckt, die etwa sechs Kilometer westlich von Pompeji liegt.
Am unteren Rand des Freskos ist auf schwarzem Hintergrund ein Blumenornament gemalt.
Am Fuße des großen zentralen Baumes befindet sich der Eingang zum heiligen Tempelbereich, bestehend aus einem halbkreisförmigen Sockel, der auf der einen Seite von einer Mauer und auf der anderen von einer Säule flankiert wird.
Dieser Sockel ist mit Schilden und Vasen verziert.

Idyllische, heilige Landschaft Weitere Schilde sind am Stamm des Baumes befestigt.
Man sieht eine Frau, die in die heilige Öffnung des Sockels eintritt.
Am Fuße des Sockels steht ein Hirte, der sich auf einen Stock stützt, während sein Hund ihm die Pfote reicht.
Weitere Figuren sind in der Szene zu sehen, ebenso wie Bronzefeuerbecken, die auf Dreifüßen stehen, zu beiden Seiten des Sockels.
Man bemerkt auch, dass der Eingang des Sockels mit einer überdachten Brücke verbunden ist, die einen Fluss überspannt.
Im Hintergrund erahnt man hohe Felsen.
Idyllische und heilige Landschaft, Boscoreale, Villa di Agrippa

Idyllische, heilige Landschaft Fresko – Wasserpigmente auf Putz (303 × 325 cm) 11 v. Chr.
Diese idyllische und sakrale Landschaft erinnert an das vorherige Fresko.
Es schmückte tatsächlich die Wände derselben Villa, der Villa Agrippa, in Boscoreale.
Im Hintergrund sind imposante Felsen und eine Umfassungsmauer oder Gartenmauer auf der rechten Seite zu erkennen.
In der Mitte steht ein großer Baum.
Hinter diesem sieht man links ein rundes Gebäude, das wie die Säule im Vordergrund mit Schilden verziert ist.
Auf der rechten Seite sind zwei Tempel zu sehen.

Idyllische, heilige Landschaft Die erste scheint von einem Kreuz gekrönt zu sein, doch handelt es sich höchstwahrscheinlich um eine Skulptur, da dieses Fresko aus dem Jahr 11 v. Chr. stammt.
Jeder Bezug zum Christentum ist ausgeschlossen, wenn man das Entstehungsdatum des Freskos berücksichtigt.
Am Fuße der großen Säule, die von einer großen Vase gekrönt wird, sitzt eine gekrönte Priesterin, die einen langen Stab hält.
Es sei denn, es handelt sich nicht um eine Priesterin, sondern ganz einfach um eine Skulptur, die eine Göttin darstellt, da sie auf einem Sockel ruht.
Es könnte sich um Artemis handeln, die einen Speer hält.

Idyllische, heilige Landschaft Ein Hirte lehnt an einer kleinen Säule, auf der eine Vase steht, und eine seiner Hände ruht auf einem Stock.
Er behält seine um ihn herum grasenden Ziegen aufmerksam im Auge.
Auf der rechten Seite des Freskos sind zwei Frauen zu sehen und hinter ihnen eine kleinere, kaum angedeutete Gestalt.
Sie befinden sich auf einer Brücke, die über einen Fluss führt und den Zugang zum anderen Ufer ermöglicht, wo sich die Tempel und der Hirte befinden.
Am Fuß dieser Brücke steht eine quadratische Säule, auf der eine Statue thront.
Landschaft mit Sakralbauten, Boscoreale, Villa di Agrippa Postumo ambiente
Fresko – Wasserpigmente auf Putz (188 × 131 cm) 11 v. Chr.
Landschaft und Sakralbauten Dieses Wandgemälde schmückte, genau wie die vorherigen, die Wände der Villa Agrippa in Boscoreale.
Darauf ist ein auf einem Hügel errichteter Tempel zu sehen, um den herum ein großer Feigenbaum wächst, der direkt im Herzen des Tempels steht.
An den Säulen des Tempels sowie an dessen Oberseite hängen Schilde und ein imposanter Ziegenkopf.
Vor dem Eingang dieses rustikalen Tempels befindet sich ein großer Brunnen.
Am Fuße des Tempels sieht man den Hirten, der bereits in den beiden vorherigen Fresken dargestellt wurde und erneut seinen Arm auf seinen Stab stützt.
Vor ihm machen sich eine Frau und ihre Dienerin bereit, die Stufen hinaufzusteigen, die zum heiligen Ort führen.
Die Frau hält eine lange Fackel in der Hand.

Landschaft und Sakralbauten Ein weiterer Gläubiger, begleitet von einem Kind, steht bereits an der Schwelle des Tempels.
Im Hintergrund sind die Felsen aus den vorherigen Fresken sowie weitere Tempel zu sehen, vor denen etwas steht, das wie drei Statuen unterschiedlicher Größe aussieht.
Auf der linken Seite des Bildes befindet sich ein Sockel, auf dem drei Statuen stehen und an dessen Fuß lange Fackeln in rotbrauner Farbe lehnen.
Dieses Fresko, das von einem Künstler geschaffen wurde, der nicht nur mit Farben umgehen konnte, sondern auch mit Licht und Schatten spielte, um eine Perspektive zu erzeugen, ist beeindruckend, da es mehr als 2000 Jahre alt ist!
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